Pfandleihhaus

Wie funktioniert das mit dem Pfandleihaus



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Das krisensicherste Geschäft ist wohl das Pfandleihhaus. Dies kann sowohl negativ wie auch positiv gesehen werden. 
Negativ in dem Sinn, dass es eigentlich traurig ist, dass es so etwas überhaupt geben muss. Dort kommen nur Menschen hin, die in Armut leben und ihr letztes wertvolles Stück, was immer dies auch sein mag, vorübergehend in Geld umzutauschen.

Positiv in dem Sinn, dass Menschen die in Armut leben, sich dort im vorübergehenden Austausch einen Wertgegenstand zu Geld machen können. Im Prinzip widerspricht sich an dieser Stelle das positive mit dem Negativen. Wenn man es genau betrachtet belügt sich der Mensch ja eigentlich selbst, da er sich das geliehene Geld gar nicht leisten kann, denn es muss ja wieder zurückbezahlt werden. Oder muss das geliehene Geld doch nicht zurück bezahlt werden? Die Antwort erhalten wir im weiteren Verlauf des Artikels.

Wie funktioniert ein Pfandleihhaus?

Der Kunde erhält für den Wertgegenstand zwischen 25 und 50 Prozent des Gegenstandswertes als kurzfristigen Kredit. Dieser Kredit ist natürlich mit Zinsen zurückzubezahlen. Eine Schufa-Auskunft wird in diesem Fall nicht benötigt, da hier lediglich ein vorübergehender Austausch von einem Sachwert in Geldwert stattfindet. Der Kunde muss lediglich einen gültigen Personalausweis vorlegen können. Werden sich das Pfandleihhaus und der Kunde über die Höhe des Kredites einig, muss der Kunde einen Vertrag unterschreiben. Dieser Vertrag beinhaltet unter anderem die Höhe des Kredites sowie die Höhe des Zinssatzes und wann das Geld wieder zurückbezahlt werden muss. Des Weiteren wird in dem Vertrag auch erklärt, wenn der Kredit nicht rechtzeitig zurück bezahlt wird, ist das Pfandleihhaus berechtigt, den Wertgegenstand zu versteigern. Den eventuellen Gewinn aus der Versteigerung darf das Pfandleihhaus behalten.

Versteigerungen von Wertgegenständen

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht ein Pfandleihhaus Termine für Versteigerungen von Wertgegenständen, die von ihren Kunden nicht termingerecht ausgelöst wurden. An den Versteigerungen kann jeder teilnehmen. Wird ein Wertgegenstand von einem Versteigerungsteilnehmer ersteigert, muss die ersteigerte Ware sofort bezahlt werden. Werden Wertgegenstände nicht unter den "Hammer" gebracht, werden sie auf der nächsten Versteigerung noch einmal versucht zu versteigern. Versteigerungen von Wertgegenständen sind nur durch anerkannten Versteigerer rechtens. Wertgegenstände, die nicht fristgerecht ausgelöst wurden, sind Eigentum des Pfandleihhauses. Wie oft ein Pfandleihhaus versucht einen Wertgegenstand zu versteigern oder was mit dem Wertgegenstand passiert, falls er nicht versteigert werden konnte, obliegt dem Pfandleihhaus. Es gibt sowohl private, wie auch städtische Pfandleihhäuser.
Es gibt auch Pfandleihhäuser, die nur spezielle Wertgegenstände, wie zum Beispiel Autos, annehmen. Pfandleihhäuser gibt es eigentlich in jeder größeren Stadt.